Die EM – Fakten, Zahlen, Prognosen

Mit Spannung wird bereits das nächste kontinental-europäische Fußballendrundenturnier erwartet: die Europameisterschaft. Auch wenn sich das Turnier derzeit noch im Schatten der WM in Russland bewegt, ist Vorfreude durchaus angebracht. Denn auf Bestrebungen des ehemaligen UEFA-Präsidenten Michel Platini wird aus dem Jubiläumsturnier ein paneuropäischer Wettbewerb, der in 13 Ländern ausgetragen wird, darunter auch in Deutschland.

Aber in welchen Stadien wird gespielt? Wann finden die Gruppenspiele statt? Und für Wettfreunde besonders interessant: Wer wird Europameister? Wer wird EM-Torschützenkönig und gibt es womöglich schon bald einen neuen EM-Rekordspieler? Wir geben Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Europameisterschaft!

UEFA-Schild mit dem Schriftzug „Respect“

„Respect“ – lakonischer, aber auch bedeutsamer könnte die Botschaft der UEFA kaum sein, die insbesondere für die EM auf ein Miteinander im gesamteuropäischen Sinne setzt. Bildquelle: Tomasz Bidermann – 373926898 / Shutterstock.com

Gewiss hat sich der eine oder andere wettfreudige Sportfan bereits umgeschaut, ob die großen Wettanbieter von Tipico , bet365 bis bwin bereits Wetten zum nächsten europäischen Endrundenturnier anbieten. Bislang fallen die Angebote eher mau aus, auch weil das Turnier noch vier Jahre weg ist.

Dies bedeutet allerdings nicht, dass es nicht möglich ist, bereits jetzt wichtige Informationen über die EM zusammentragen zu können, die Langzeitwetten auf die EM sicherer machen. Damit dies auch gelingt, haben wir alle relevanten Informationen über das Turnier, aber auch über einzelne Mannschaften, Austragungsorte und Spieler in diesem Artikel zusammengefasst.

Was macht die EM so besonders?

Die Fußball-Europameisterschaft feiert ihr 60. Jubiläum. Der ehemalige UEFA-Präsident und übrigens auch Rekordtorschütze Michel Platini (9 Tore) setzte sich während seiner Amtszeit dafür ein, das sechzigste Zusammenkommen der besten Nationalmannschaften des europäischen Kontinents zu einem, wie er selbst sagte, „romantischen“ Turnier werden zu lassen.

Die „Euro für Europa“ wird in vier Jahren deswegen erstmalig nicht in einem oder zwei oder drei Ländern ausgetragen, sondern über das gesamte europäische Territorium verteilt. Deswegen ist auch von einem „paneuropäischen Turnier“ die Rede.

Auch um europäische Einigkeit zu demonstrieren, sollen möglichst viele Länder als Austragungsstätte herhalten, darunter unter anderem auch Deutschland. Auch der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München, Karl-Heinz Rummenigge, lobte das Vorhaben mit den Worten:

„Wenn man es dann so macht, dass du vielleicht ein paar Spiele in München und ein paar in Berlin hast, ein paar in Madrid und vielleicht in Mailand, also die großen und berühmten Stadien in Europa nutzt, dann brauchst du keine Infrastruktur zu schaffen. Du reduzierst die Kosten einer Europameisterschaft auf ein erträgliches Maß. Es wäre ein Zeichen, dass wir mittlerweile ein vereinigtes Europa sind.“

Und diese Austragungsorte stehen bereits fest:

Konkrete Termine gibt es derzeit noch nicht, klar ist aber, dass das Turnier der 24 Mannschaften wieder im Zeitraum von Juni bis Juli, ähnlich wie bereits bei der EM in Frankreich, stattfinden soll.

Begegnung

Land

Stadt

Stadionname

Kapazität

Finale

und

Halbfinals

England

London

Wembley Stadion

90.000 Zuschauer

Viertelfinals

Aserbaidschan

Baku

Baku Olypiastadion

68.000 Zuschauer

Deutschland

München

Allianz Arena

67.812 Zuschauer

Italien

Rom

Olympiastadion

72.698 Zuschauer

Russland

St. Petersburg

Gazprom Arena

69.501 Zuschauer

Achtelfinals

drei

Gruppenspiele

Belgien

Brüssel

Neues Nationalstadion

60.000 Zuschauer

Dänemark

Kopenhagen

Telia Parken

38.076 Zuschauer

Irland

Dublin

Aviva Stadion

51.700 Zuschauer

Niederlande

Amsterdam

Amsterdam Arena

52.960 Zuschauer

Rumänien

Bukarest

Neues Nationalstadion

65.000 Zuschauer

Schottland

Glasgow

Hampden Park

52.500 Zuschauer

Spanien

Bilbao

Estadio de San Mamés

50.000 Zuschauer

Ungarn

Budapest

Neues Nationalstadion

65.000 Zuschauer

Wer nicht zu den glücklichen Fußballfans zählt und bereits alle Stadien live erleben konnte, der kann sich im folgenden Video einen ersten visuellen Überblick darüber verschaffen, worauf er sich vor einigen Jahren freuen darf.

Wer gewinnt die EM?

Die vor allem für Sportwetteninteressierte alles entscheidende Frage ist aber natürlich die des kommenden Europameisters. Dass diese Frage nicht einfach zu beantworten ist, dürfte allein aufgrund des zeitlichen Abstands klar werden, denn in vier Jahren werden sich viele Mannschaften noch stark verändern.

Zudem werden die Qualifikationsspiele zur EM erst im Zeitraum von März bis November ausgetragen. Während sich die Sieger und Zweitplatzierten der zehn Qualifikationsgruppen direkt für die EM-Endrunde qualifizieren, werden vier weitere Startplätze über die UEFA Nations League ermittelt, eine Art Miniturnier, das ebenfalls seine Premiere feiern wird.

Zeitrahmen für UEFA Nations League

Die Qualifikationsphase wird erstmalig um die UEFA Nations League erweitert, in der vier weitere Startplätze für die EM-Endrunde ermittelt werden. Bildquelle: wikipedia.org

Aber dennoch sind erste vorsichtige Fussball Prognosen auch mit Blick auf die mögliche Entwicklung mancher Mannschaften möglich. Der Wettanbieter bet-at-home beispielsweise bietet sogar bereits jetzt EM-Wetten an:

Euro – Gesamtsieger

Frankreich

5.00

Deutschland

5.00

Spanien

6.50

Belgien

8.00

Portugal

11.00

England

13.00

Italien

15.00

Niederlande

15.00

Kroatien

33.00

Wales

40.00

Besonders auffällig: Frankreich und Deutschland werden als Favoriten gehandelt, obgleich für den derzeitigen Weltmeister bereits im Halbfinale gegen Gastgeber Frankreich nach einer 0:2-Niederlage Schluss war. Europameister Portugal hingegen werden noch weniger Chancen auf einen erneuten Triumph eingeräumt als Belgien, das bereits im Viertelfinale gegen Wales ausschied.

Dies mag natürlich auch mit dem bisherigen Abschneiden der Teams bei vorangegangenen Europameisterschaften zu tun haben. Denn Deutschland ist mit bislang drei Titeln und sechs Finalteilnahmen die erfolgreichste europäische Turniermannschaft. Ein Überblick:

Land

Titel

Jahre

Finalteilnahmen

Halbfinalteilnahmen

Deutschland

3

1972, 1980, 1996

6

9

Spanien

3

1964, 2008, 2012

4

4

Frankreich

2

1984, 2000

3

5

Russland

1

1960

4

6

Italien

1

1968

3

5

Portugal

1

2016

2

5

Tschechien

1

1976

2

5

Niederlande

1

1988

1

5

Dänemark

1

1992

1

3

Griechenland

1

2004

1

1

Tabelle: Deutschland und Spanien waren bislang bei europäischen Endrundenturnieren am erfolgreichsten.

Angesichts der bisherigen Erfolge mag es wenig überraschen, dass Deutschland und Frankreich auch bei der EM wiederum als Topfavoriten gelten. Besonders die Franzosen spielen derzeit stark auf. Deutschland wie auch Frankreich werden jedoch in vier Jahren nicht auf dasselbe Personal zurückgreifen können wie bei der kommenden WM in Russland.

Faktencheck zur DFB-Elf

Infografik: Deutschland bleibt auch für die EM der Topfavorit auf den Titel! Infografikquelle: sportwettenanbieter.com

Doch auch der Nachwuchs macht Hoffnung. Ein Blick auf die Nachwuchs-Nationalmannschaften zeigt, dass auch hier Deutschland bestens aufgestellt ist. Bereits bei der U21-EM in Polen dürfte sich zeigen, welches Team künftig auf hochkarätige Jungspieler zurückgreifen können wird.

Einige Zahlen und Fakten zur derzeitigen Quali-Runde der U21-Teams:

  • Sechs Teams blieben während der Qualifikationsphase ungeschlagen (Deutschland, England, Italien, Portugal, Schweden)
  • Deutschland ist die einzige Mannschaft, die jedes der Qualifikationsspiele gewonnen hat.
  • Mit bereits fünf EM-Titeln stellt Italien die erfolgreichste U21-Abteilung.
  • Die französische U21-Nationalmannschaft hat die Qualifikation für die Endrunde nicht erreicht.

Auf einige der bekanntesten und talentiertesten U21-Spieler wird man sich bei der EM auf jeden Fall freuen dürfen. Folgend eine Auswahl der besten U21-Spieler.

Rekordspieler und Torschützenkönige

Ebenso interessant wie ein Blick auf die Favoriten gestaltet sich ein Blick auf die Rekordspieler und -torschützen der bisherigen EM-Endrunden. Denn womöglich könnte es schon bald einen neuen Rekordspieler geben. Derzeit ist der ehemalige spanische Nationaltorhüter Iker Casillas mit fünf Endrundenteilnahmen auf dem ersten Platz gesetzt. Dicht dahinter folgen aber bereits namhafte Prominente, die womöglich auch dann noch in der Nationalmannschaft aktiv sein werden.

Liste aktiver  EM-Rekordspieler

Spieler

EM-Teilnahmen

Jahre

Iker Casillas

5

2000, 2004, 2008, 2012, 2016

Gianluigi Buffon

4

2004, 2008, 2012, 2016

Petr Cech

4

2004, 2008, 2012, 2016

Tomás Rosicky

4

2000, 2004, 2012, 2016

Cristiano Ronaldo

4

2004, 2008, 2012, 2016

Tabelle: Ob Cristiano Ronaldo zum EM-Rekordspieler aufsteigt, hängt auch damit zusammen, ob der italienische Nationaltorhüter Buffon dann noch das italienische Tor hüten wird.

Lediglich Ronaldo und – zumindest theoretisch – Buffon werden noch die Chancen haben, zum EM-Rekordspieler aufzusteigen. Ob der italienische Nationaltorhüter aber mit 42 Jahren tatsächlich noch ein weiteres Turnier als erster Torwart bestreiten wird, ist zumindest fraglich. Auf Augenhöhe befanden sich der spanische und italienische Torhüter aber auch auf dem Platz seit jeher.

Weitaus wahrscheinlicher ist es, dass der Weltfußballer Ronaldo zu Iker Casillas aufschließen wird. Mit 35 Jahren wird sich der Portugiese voraussichtlich noch nicht zu alt fühlen, zumal er jüngst ankündigte, bis zum 40. Lebensjahr Fußball spielen zu wollen. Immerhin die meisten Endrundenspiele (insgesamt 21) kann Ronaldo bereits vorweisen. Auf Platz zwei liegt übrigens Bastian Schweinsteiger mit 18 Einsätzen.

Kapitän Ronaldo im Trikot Portugals bei der EM

Bild: Auch wenn er im letzten Finale nicht mitspielen durfte: Cristiano Ronaldo will unbedingt nochmal dabei sein und Portugal persönlich zum zweiten Titel schießen. Bildquelle: Marco Iacobucci EPP – 437221792 / Shutterstock.com

Noch mehr für einen Einsatz des Superstars von Real Madrid spricht allerdings eine ganz andere Statistik. Denn auch die ewige EM-Torjägerkanone kann sich der Garant für sichere Torwetten noch schnappen. Und die will sich der Goalgetter gewiss nicht entgehen lassen. Bislang befindet er sich gleichauf mit dem früheren französischen Spielmacher Michel Platini. Und beide eint ein von stiller Abneigung gekennzeichnetes Verhältnis, wie jüngste Ereignisse beweisen.

Spieler

Tore

Micheal Platini

9

Cristiano Ronaldo

9

Alan Sheerer

7

Nuno Gomes

6

Antoine Griezmann

6

Thierry Henry

6

Zlatan Ibrahimovic

6

Patrick Kluivert

6

Ruud van Nistelrooy

6

Wayne Rooney

6

Tabelle: Cristiano Ronaldo und Antoine Griezmann sind die einzigen beiden Fußballspieler, die theoretisch die Chance besitzen, zum alleinigen EM-Rekordtorschützen zu werden.

Spannend ist es also bereits jetzt und kluge Köpfe werden bereits bei der anstehenden WM in Russland genau hinschauen, welche Mannschaften womöglich auch bei der EM gute Karten haben werden. Natürlich sind Fußballvorhersagen stets mit Vorsicht zu genießen. Da sich Quoten aber in vier Jahren noch ändern können, ist es mit etwas Weitsicht möglich, bereits jetzt eine lukrative Langzweitwette zu platzieren.

Bildquellen:

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Marco Iacobucci EPP – 437221792 / Shutterstock.com